Schreckgespenst Digitalisierung – Ohne Angst in die Zukunft

Digitalisierung in Unternehmen ist nicht nur der Einsatz von Softwaretools. Man benötigt auch eine entsprechende Strategie. Dazu gehört vor allem, seine Mitarbeiter in seine Planung mit einzubeziehen. Und es gibt einige notwendige Fragen, die man sich vor einer Digitalisierung stellen sollte. (md)
Schreckgespenst Digitalisierung

Das Schreckgespenst Digitalisierung geht durch die Abteilungen. Das Faszinierende an diesem Mythos ist, dass niemand so recht weiß, ob er existiert. Und falls doch: „Was soll das überhaupt sein, diese Digitalisierung?“

Politiker streiten sich seit Jahren darüber, wie man sie fördern kann, ohne überhaupt konkret zu werden, was wir mit Digitalisierung meinen. Zwischendurch taucht dann noch der Begriff der Industrie 4.0 auf und auf einmal wurde zumindest ein Ziel erreicht. Alle waren verwirrt. Die Reaktionen sind immer die gleichen.

  1. Man steckt den Kopf in den Sand, wartet erst mal ab, um dann nach fünf Jahren aufzuwachen. Entweder hat man den Trend überstanden, oder man ist nicht mehr wettbewerbsfähig.
  2. Man kauft eine ganze Stange neuer Tools sowie entsprechende Berater ein und „digitalisiert“ so ziemlich alles, was einem vor die Füße kommt. – Doch genau das ist der Fehler. Denn Tools einzukaufen, digitalisiert erst einmal gar nichts.

Ist Digitalisierung nicht die technische Zwillingsschwester der Prozessoptimierung? Die beiden können nicht ohne einander.

Und um dieses Ziel zu erreichen, reicht es nicht, einfach einen Satz neuer Tools zu kaufen, die mir das Gefühl geben, meine Prozesse sind nun digital. Wenn sich vorher nichts an den Prozessen geändert hat, habe ich noch immer denselben alten VW-Golf … nur in einer anderen Farbe. Damit nun aber aus dem alten Golf ein moderner wird, mit dem alle gerne fahren, muss mehr passieren.

Und wie beim Autokauf heißt hier auch die Lösung „Individualität“. Denn nicht jeder Wagen ist gleich. Und nicht jede Ausstattungsvariante passt sich Ihren Bedürfnissen an. Es ist also auch bei der Digitalisierung darauf zu achten, ob überhaupt der Bedarf danach besteht. Und falls „Ja“, wie man dieses sinnvoll umsetzt. Hier können Tools zwar die (vermeintlich schnelle) Lösung sein, aber die Erfahrung zeigt doch, dass erst mit der Optimierung und Anpassung der internen Abläufe eine Basis für eine erfolgreiche Umsetzung in technischen Lösungen geschaffen werden kann.

Digitalisierung geschieht nicht von heute auf morgen. Das ist klar. Aber sie muss auch nicht ewig dauern. Denn durch eine gezielte Analyse der Prozesse und Systeme lässt sich schnell erkennen, wo der Bedarf liegt und wie dieser gezielt erfüllt werden kann. – Vielleicht haben Sie bereits die notwendigen Systeme im Einsatz, nutzen diese aber noch nicht richtig.

Es ist also ratsam, sich vor der digitalen Transformation konkrete Ziele zu setzen.

Stellen Sie sich folgende Fragen vor der Digitalisierung:

  1. Welche Prozesse will ich angehen?
  2. An welcher Stelle kann ich diese Prozesse optimieren?
  3. Welche organisatorischen und technischen Änderungen sind hierfür notwendig?
  4. Gehen meine Mitarbeiter die nötigen Schritte mit? – Bei organisatorischen Änderungen sollten Sie diese zuvor mit Ihren Mitarbeitern abstimmen.

Nicht bei jedem Prozess lohnt sich eine Digitalisierung. Werden diese dennoch transformiert, so schafft dies oft Ablehnung im Kollegium und die Abläufe suchen sich ihre neuen Wege.

Haben Sie keine Angst vor dem „Schreckgespenst Digitalisierung“. Es wird Ihnen helfen, langfristig konkurrenzfähig zu bleiben und Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Sagen Sie das auch Ihren Mitarbeitern. Gehen Sie in dem Tempo, das zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt. Eine Idee und eine Vision ist oft der erste richtige Schritt. Machen Sie diesen Schritt.

 


Marcel Dittrich - Vertrieb menovo GmbHMarcel Dittrich ist Vertriebsmitarbeiter der menovo GmbH. Als Ansprechpartner für Kunden und Geschäftspartner steht er Ihnen beratend zur Seite.

Der gebürtige Saarländer lebt zusammen mit seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn in Düsseldorf.

Tel.:  +49 (0) 211 / 17 52 48 – 17
marcel.dittrich@menovo.de

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Das könnte Sie auch interessieren: