Onboarding: Der erste Eindruck zählt

Gute Vorbereitung im Onboarding ist das A und O. Am besten arbeitet man nach einer Checkliste, um nichts zu vergessen. Aber es gibt noch mehr Aspekte, die Personalabteilungen berücksichtigen sollten.
Onboarding: Der Eindruck zählt

Onboarding gehört zum kleinen Einmaleins der HR-Prozesse. Mit Mentoring und Starterpaketen stellen Personaler sicher, dass der neue Mitarbeiter schnell startklar ist. Schließlich gilt auch für die Einarbeitung: Der erste Eindruck zählt. Trotz dessen lassen einige Personaler wichtige Details außer Acht. Welche das sind, erfahren Sie in den nächsten Zeilen.

Onboarding ist komplexer als gedacht

Starterpakete und Mentoring sind nur die Spitze des Eisbergs. Da die Einarbeitung neuer Mitarbeiter mehrere Abteilungen betrifft, entstehen viele Schnittstellen. Folglich müssen Sie verschiedene Mitarbeiter, Informationen und Systeme unternehmensweit verbinden.

Seien Sie vorbereitet

Onboarding beginnt nicht mit dem ersten Arbeitstag. Deswegen ist eine gute Vorbereitung sehr nützlich. Wenn Ihr Unternehmen den Prozess definiert hat, können Sie eine Checkliste erstellen. Diese enthält alles, was der Neuling für seine Arbeit benötigt. Dazu kann Hardware, Software, ein Handy und vieles mehr gehören. In jedem Unternehmen sieht diese Checkliste anders aus. Auf diese Art haben Sie alles erledigt. Bevor der Neue anfängt.

Kommunikation ist alles

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das gilt auch für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Da der Prozess viele Schnittstellen hat, gehen Informationen schnell verloren. Allerdings gibt es nichts Schlimmeres, als ihn mit „Wer sind Sie?“ zu begrüßen. Neben der Definition des Prozesses unterstützt Sie hier auch Automation. Mittels automatischer E-Mails informieren Sie die IT-Abteilung oder Fachabteilung über ihre jeweiligen Aufgaben.

Dann wird eine automatische E-Mail an den neuen Mitarbeiter versendet. Mit dieser erhält er das Starterpaket, seinen Mitarbeiterausweis oder Berechtigungen. Aber achten Sie darauf, dass die E-Mail an seine private E-Mail-Adresse gesendet wird. Dann kann sich der neue Mitarbeiter vor Arbeitsbeginn vorbereiten – und nicht erst danach. So haben Sie die wichtigen Informationen zur Verfügung gestellt und der Neuankömmling ist gut vorbereitet.

Seien Sie persönlich

Trotz aller Technik geht nichts über eine persönliche und sympathische Begrüßung. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten vor Ihrem ersten Tag eine E-Mail Ihres Mentors. Er sendet Ihnen das Einarbeitungsprogramm mit den Worten „Ich freue mich auf Sie.“ Das wird Sie bestimmt motivieren und Ihre Nervosität drosseln. Jetzt beginnt der erste Arbeitstag. Begrüßen Sie den neuen Mitarbeiter (den wir ab jetzt Stefan nennen, denn das ist persönlicher) mit einer Vorstellungsrunde bei einem gemeinsamen Frühstück. Dadurch fühlt er sich willkommen und integriert.

Weiterhin sollten Sie gerade anfangs regelmäßige Feedbackgespräche führen. Damit haben Sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Einerseits fangen Sie dadurch Stefans Stimmung ein. Andererseits optimieren Sie die Einarbeitung.

Teil des Ganzen sein

Darüber hinaus ist ein weiterer Faktor beim Onboarding die soziale Integration. Je schneller Stefan sich als Teil des Ganzen fühlt, desto motivierter ist er. Nutzen Sie für die interne Kommunikation Social Media? Perfekt. Dann können sich seine Kollegen schnell mit ihm vernetzen. Oder er tauscht sich in einer Gruppe mit seinen neuen Mitarbeitern aus.

Auch hier kann Sie Automation unterstützen. So kann Stefans Social-Media-Profil automatisch angelegt werden. Dadurch kann sich der Neuankömmling vor seinem Arbeitsbeginn mit seinen neuen Kollegen bekannt machen. Abgerundet wird die Integration durch gemeinsame Feierabendaktivitäten und Teambuildingevents. Nun ist Stefan in Ihrem Unternehmen angekommen. Die ersten Arbeitstage bleiben ihm immer positiv in Erinnerung.

Durch diese Tipps erzielen Sie einen weiteren positiven Effekt. Denn Sie konnten die Kündigungsrate und Einarbeitungskosten generell senken. Heutzutage ist die Fluktuationsrate wesentlich höher als früher. Da Mitarbeiter derzeit genau wissen, was sie wollen. Deswegen müssen Sie mit einer Einarbeitung begeistern, die wie am Schnürchen läuft.


Wie sieht das Onboarding in Ihrem Unternehmen aus? Wir sind neugierig darauf, welche Erfahrungen Sie gemacht haben. Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar.

  1. Danke für die Anmerkung! Offboarding ist genauso spannend wie Onboarding. Wo die Unterschiede liegen und was beim Offboarding zu beachten ist, werden wir in einem weiteren Blogbeitrag diskutieren.

    • Elisabeth Dapper
    • 6. Dezember 2016

    Und wie geht das Offboarding? Oft wird ganz vergessen, dass dann auch einiges zu tun ist.

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