Internet of Things Potenziale für Unternehmen

Es gibt Smartphone-Apps, die beispielsweise von Winzern benutzt werden, um Klimadaten abzurufen. Auch Microsoft Azure hilft bei der Prozessautomation. Aber IoT birgt auch Gefahren. (ml)
Internet of Things Potenziale

Der Begriff „Internet of Things“ unterliegt derzeit einem großen Hype. Obwohl er klangvoll und schlagkräftig ist, ändert das nichts daran, dass er erklärungsbedürftig ist. In diesem Beitrag setzen wir uns mit den Potenzialen des Internet of Things auseinander. Im Speziellen möchten wir die Möglichkeiten für Geschäftsprozesse erläutern.

Was heißt eigentlich „Internet of Things“?

Internet of Things (IoT) erlebt zurzeit sein großes Comeback. Erstmals wurde der Begriff 1999 von Kevin Ashton verwendet. Ashton forschte im Bereich der Sensorik und RFID. Grob beschrieb er damit die Verknüpfung von Objekten über eine virtuelle Instanz. Das ist nicht weit entfernt von der aktuellen Definition auf gründerszene.de:

„Das Internet of Things kann als Netzwerk beschrieben werden, das aus zahlreichen sogenannten Smart Objects besteht, die sich per M2M (Machine-to-Machine) untereinander austauschen. Jedes intelligente Objekt im Internet of Things ist über eine eigene Internetadresse identifizierbar und kann dadurch vom Menschen über das Internet angesprochen werden.“

Machine-to-Machine Kommunikation ist in dieser Definition ein wichtiges Stichwort. Ziel des „Internets der Dinge“ ist es, dass Maschinen intelligent und eigenständig arbeiten. Aufgrund von Informationen, die sie über das Internet erhalten, sollen sie bestimmte Aktionen umsetzen.

In Zukunftsbildern, die eigentlich keine mehr sind, sieht das so aus: Kühlschränke, die nicht nur eigenständig Milch bestellen, sondern das günstigste Angebot wählen. Thermostate, die man nicht nur via Smartphone bedient, sondern auch noch ihre Einstellungen an die Wetterbedingungen anpassen.

Wie setzen Unternehmen Internet of Things um?

Die oben genannten Beispiele richten sich an den Verbraucher. Was uns jedoch interessiert, sind die Möglichkeiten für Unternehmen. Hier steht vor allem die Wertschöpfungskette im Fokus. Winzer an der Mosel z.B. digitalisieren mittlerweile ihre Produktion. Durch Sensoren rufen sie Klima- und Wetterdaten des Weinbergs via Smartphone ab. Speziell entwickelte Sensoren erfassen die Klimadaten des Weinbergs, welche der Weinbauer wiederum via Smartphone abruft. Dadurch kann er schneller auf Trockenheit, Überwässerung oder Schädlingsbefall reagieren. Oder noch besser: Maschinen würden auf Basis bestimmter Klimadaten eigenständig reagieren und die Ressourcen für Bewässerung oder Schädlingsbekämpfung prüfen. Schließlich ist Internet of Things nicht nur eine Technologie. Seine volle Effektivität entfaltet es in Verbindung mit einer Automation ganzer Abläufe. Dadurch schöpfen wir das Potenzial für den ganzen Geschäftsprozess aus.

Welche Potenziale bietet IoT internen Geschäftsprozessen?

Als ein Proof of Concept (PoC) haben wir die Bestellung von Bildschirmarbeitsbrillen über das Menovo Service Portal in der Microsoft Azure Cloud automatisiert. Dafür realisierten wir die Kommunikation zwischen einem ERP-System und den Systemen externer Dienstleister (Optiker/Abrechnungsdienstleister) sowie mehrstufige Genehmigungsschritte. Es entstand ein vollständig automatisierter Prozess – von der Anforderung über die Kostenübernahme bis zur Abrechnung. Das hat die Prozess-Performance enorm verbessert. Denn der Prozess ist jetzt produktiver und reibungsloser.

Wie gewährleistet man die Sicherheit?

Die Kommunikation mit externen Systemen ist eine große Herausforderung für die Datensicherheit in der Cloud. Es bedeutet, sensible Daten in der Cloud zu verarbeiten. Deswegen haben wir für das PoC eine Punkt-zu-Punkt-Kommunikation gewählt. Systeme tauschen die Daten so über einen verschlüsselten Kanal aus … und zwar nur dann, wenn man sie benötigt.

Wo Freiheiten sind, sind auch Risiken, das wird beim Internet of Things sehr deutlich. Erinnern wir uns an den Hackerangriff auf einen Jeep Cherokee 2015. Damals gelang es zwei IT-Experten den Jeep via Internet fernzusteuern. Anschließend hat Fiat Chrysler 1,4 Millionen Fahrzeuge mit einem Sicherheits-Software-Update ausgestattet.

Für das Internet of Things müssen wir Sicherheit neu denken und vor allem standardisieren. Eine Herausforderung, für die eine gemeinsame Diskussion notwendig wird.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Internet of Things bisher gemacht? Wie schätzen Sie hierzu das Thema Sicherheit ein? Hinterlassen Sie gerne Ihren Kommentar.

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