Digitale Transformation: 8 effektive Methoden

Setzen Sie die richtigen Prioritäten bei der Prozessoptimierung. Verschaffen Sie sich außerdem eine Übersicht über Ihre Prozesslandschaft. Vor allem: Definieren Sie die Anforderungen. (ml)
Digitale Transformation 5 effektive Methoden

In unserem letzten Blogbeitrag beschrieben wir, dass digitale Transformation zu digitalem Aktionismus führt. Selbstverständlich ist es wichtig, Prozesse durch digitale Technik zu verbessern.  Doch sollte es vorrangig um den Prozess gehen, und erst dann um den Einsatz digitaler Technik. Wie Sie digitale Transformation richtig umsetzen, zeigen wir mit folgenden Methoden.

Digitale Transformation: Worauf zu achten ist

  1. Priorisieren Sie die Prozesse

    Geben Sie digitalem Aktionismus die richtige Richtung, indem Sie die Optimierung der Prozesse priorisieren. Legen Sie Merkmale fest, durch die Sie den digitalen Wert der Prozesse bestimmen. Die Merkmale beschreiben unter anderem die Häufigkeit der Anwendung, den Anteil manueller Schritte und Kosten. Prozesse mit dem größten Potenzial sollten Sie als Höchstes priorisieren. Planen Sie anschließend eine sukzessive Optimierung der Prozesse und beginnen Sie mit dem ersten Prozess.

  2. Ermitteln Sie die aktuelle Situation

    Stellen Sie den Status quo des Prozesses fest: Wer macht was, wann, wo und womit? Ermitteln Sie anschließend die Haupt- und Subprozesse – über Abteilungsgrenzen hinweg. Definieren Sie Start- und Endpunkte der Prozesse. Nutzen Sie vorhandene Prozessdokumentationen, um diese Details zu ermitteln. Holen Sie sich zusätzlich die Unterstützung der Process Owner. Dadurch decken Sie abteilungsübergreifende Schnittstellen auf. Jetzt haben Sie eine gute Übersicht über die Prozesslandschaft. Visualisieren Sie sie mithilfe von Prozessmodellierungstools. Häufig werden dabei erste Schwachstellen und Optimierungspotenziale deutlich. Berücksichtigen Sie diese später für die Prozessoptimierung.

  3. Identifizieren Sie die Unternehmensstrategie

    Finden Sie heraus, welche Anforderungen der Prozess erfüllen soll. Berücksichtigen Sie, dass abteilungsspezielle Anforderungen mit der Unternehmensstrategie in Einklang sind.
    Der Recruiting-Prozess verbindet Anforderungen von Geschäftsführung, HR, IT und Fachabteilung. Optimalerweise orientiert sich der Prozess an der möglichen Unternehmensstrategie: Reduzierung des Fachkräftemangels. Formulieren Sie die Anforderungen so konkret wie möglich.

  4. Definieren Sie, welche Anforderungen digitale Transformation erfüllen soll

    Prüfen Sie, wo der Prozess durch Technik unterstützt werden muss. Definieren Sie, welche Anforderungen diese Technik erfüllen soll. Wollen Sie die Fehleranfälligkeit im Dokumentenmanagement reduzieren? Sollen Informationen firmenweit zugänglich sein? Stellen Sie sicher, dass die Anforderungen den Prozess und die Unternehmensstrategie unterstützen.

  5. Finden Sie heraus, ob vorhandene Technik Anforderungen und Unternehmensstrategie unterstützen

    Häufig existieren in Unternehmen bereits Tools, die die Anforderungen erfüllen. Durch Kommunikationsdefizite oder mangelnde Prozesskenntnis werden diese nicht berücksichtigt. Mit Ihrer umfassenden Analyse sind Sie diesen Konflikten zuvorgekommen. Überprüfen Sie genauer den Nutzen und die Potenziale der eingesetzten Tools. Erfüllen bestimmte Tools den Bedarf nicht? Dann untersuchen Sie mit der gleichen Akribie die Auswahl neuer Tools.

  6. Stellen Sie sicher, dass die Lösung schnell und flexibel angepasst wird

    Zurzeit ändert sich der Bedarf eines Unternehmens kontinuierlich. Optimierung gehört zum Daily Business. Stellen Sie sicher, dass Tools schnell und mit geringem Aufwand angepasst werden. Dadurch kann Ihr Unternehmen Veränderungen schneller und effektiver umsetzen.

  7. Sorgen Sie dafür, dass die Prozessoptimierung akzeptiert wird

    Prozessoptimierungen sind gut, wenn sie in der Praxis funktionieren. Deswegen bereiten Sie Mitarbeiter am Besten im Rahmen eines Meetings darauf vor. Anschließend werden die Anwender geschult. Bieten Sie ein funktionierendes Feedback Management an. So werden Schwachstellen der Prozessoptimierung deutlich. Zugleich werden die Mitarbeiter vom „Betroffenen zum Beteiligten“. Das erhöht die Akzeptanz für die Veränderung.

  8. Vergewissern Sie sich, dass der Prozess regelmäßig hinterfragt und weiterentwickelt wird

    Sie haben die Prozessoptimierung erfolgreich umgesetzt. Die Basis für eine wirkungsvolle digitale Transformation ist geschaffen. Jetzt stehen Sie vor zwei Herausforderungen. Passen Sie den Prozess regelmäßig an. Stellen Sie ebenfalls sicher, dass weitere Prozesse so optimiert werden. Definieren Sie ein Team, das genau dafür zuständig ist. Es kontrolliert, hinterfragt und entwickelt die Prozesse weiter.


Mit diesen acht Tipps haben Sie hoffentlich ein paar nützliche Anregungen erhalten. Lassen Sie uns wissen, wie Sie darüber denken. Wir freuen uns über Ihr Feedback.

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